
You will find love, you will find adventure, but maybe you will never find yourself again.
Die Wirklichkeit? – die gibt es nicht.
Es gibt nicht die eine – nicht die alles erwirgende, absolute Realität. Es gibt viele davon.
Jedem seine eigenen Realitäten! Man sehnt sich vielleicht nach Ordnung, nach dem Richtigen, nach dem Wirklichen. Doch wo soll sie zu finden sein? Wer bestimmt sie? Und sollte ich meine Wirklichkeit finden, ist das dann auch deine? Ist das unsere gemeinsame Realität oder leben wir beide in verschiedenen Welten, auf unterschiedlichen Ebenen? Und wo treffen wir uns dann?
Das Netz ist eine virtuelle Welt, wir haben sie für uns geschaffen. Sie ist unwirklich. Doch womöglich nicht weniger echt, als die Welt, in der wir leben. Das Netz ist unheimlich, weil kaum greifbar. Das Netz ist die Welt, in der unserer Fantasie keine Grenzen gesetzt sind – das macht sie so verdammt ehrlich. Doch kann man Gefühle chatten? Lieben auf WWW? Bist du das auf dem Bild? Bin ich das? Spielt es eine Rolle?
– Lost in Reality? Oder schon längst angekommen?
“Die heutige Jugend kennt keine echen Gefühle mehr.”
“Jugendliche wissen nicht mehr, wer sie sind – Jugendliche verlieren sich in virtuellen Welten und finden nie mehr raus – die naive Facebook-Generation, ha-ha-ha, die nichts mehr über das echte, wirkliche Leben weiß!”
Den Stempel wollen wir nicht tragen.
Uns geht es um Liebe, um Freundschaft, um Abenteuer – um eine irreale, schauderhafte Story – um Wirklichkeit und Virtualität.
Kreativität 100% Teamwork 80% Zuverlässigkeit 50% Sicherheit 15% Ehrlichkeit 70%
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Ihr habt uns noch nicht besucht und wollt trotzdem wissen was in Hoffmann2012.com so passiert. Unser Trailer geht hinter die Kulissen, zeigt Euch was Besucher über das Stück denken und gibt Einblicke in unsere Welt. Neugierig? Dann besucht uns! Die nächsten Termine: 17. Januar 2013 um 11.00 Uhr im Theater im Pfalzbau (Theatersaal) 18. Januar [...]

Eine schwarze Fläche. Dunkel, geheimnisvoll. Ein Spiegel? Was siehst du darin? Deine Träume, deine Sehnsüchte? Denkst du an alles, was du hättest tun können und nicht getan hast? Warum nicht? Hast du Angst? Bald beginnt ein neues Jahr – eine neue Möglichkeit. Zu leben, zu wachsen, dir die eine Frage zu stellen: WENN ICH MUT [...]



“Wenn du nicht weißt, warum du es tust, aber du tust es trotzdem. Es passiert einfach. Ich hab mich auf Hoffmann das erste Mal verliebt. Ich hab Angst bekommen, ich hab total die Kontrolle über mein char verloren. Die Dinge sind einfach passiert und ich hatte überhaupt keinen Einfluss mehr. Am Anfang habe ich es [...]


“Die wirkliche Welt ist nicht die, in der wir leben! Hier tun nur alle so, als wären sie nett. Glaub niemandem irgendetwas, weil nur ich weiß, wie sie eigentlich wirklich sind. Auf dem Netz können sie nicht lügen. Dort sind sie, wie sie sind, weil sie meinen, dass es niemand mitbekommt.” (Tim)

Hi, lade Dir folgende Audiodatei herunter. Du musst sie am 24. 11. mit dabei haben. Auf deinem Handy oder auf deinem MP3 Player! Nehm bitte auch Kopfhörer mit! Es wäre toll, Du würdest Dir die Datei nicht vorher schon anhören, dann ist es spannender!! Was Du noch brauchst: Hab bitte als Erkennungszeichen noch etwas auffallend [...]

Überall Farbe, alles ist bunt. In der Welt von HOFFMANN2012.COM wird man in der Virtualität in Farbe getaucht. Die Erlebnisse im Internet hinterlassen ihre dauerhaften Spuren auf der jungfräulich weißen Kleidung, genauso wie in den Köpfen der Benutzer. Gestern fing es an, schauderhaft zu werden!



“Der Spätherbst (…) hat gewöhnlich noch einige schöne Tage. Die Sonne tritt freundlich aus dem Gewölk hervor, und schnell verdampft die Nässe in der lauen Luft, welche durch die Straßen weht. (…) Dicht an dem Geländer stehen mehrere kleine runde Tische und Gartenstühle; hier atmet man freie Luft, beobachtet die Kommenden und Gehenden. (…)Immer bunter [...]

Hier könnt Ihr lesen, was einige unserer Tänzer und Schauspieler dazu sagen. Mehr darüber gibt’s im Film. Kathrin Kistenmacher seit vier Jahren beim JUST dabei – 14 Jahre alt – weibliche Hauptrolle Kathrin ist 1998 in Ludwigshafen geboren. Schon als ganz kleines Mädchen sang Kathrin gerne, am liebsten den ganzen Tag. Dass sie [...]

Wir wissen, wer Du bist! Éva ist geborene Ungarin. Sie studierte in Budapest Schauspiel und spielte während ihres Studiums in etlichen Bühnen- und Fernsehproduktionen mit. 1998 kam sie nach Deutschland und studierte Theater-, und Medienwissenschaften an der Universität Leipzig. Parallel zu ihrem Studium wirkte sie bei vielen internationalen Produktionen als Regiemitarbeiterin mit. 2006 gründete [...]


Heimliche Gedanken, Wünsche, Sehnsüchte, Träume… Nach nur 2 Tagen war die Wand voll! Wir freuen uns!! Was würdet Ihr gerne loswerden? Was beschäftigt Euch tief im Inneren? Würdet Ihr gerne Großes bewegen oder Kleinigkeiten einfach mal aussprechen? Wir haben die Tafel frisch gewischt und nun wieder genug Raum für Eure Wünsche. Kommt vorbei, oder postet [...]

Das Karusell startet. Die Suche danach, worum es geht bei Hoffmann2012.com, wer wir sind und wer wir sein wollen. Oder sein sollen. Oder sein müssen… Erst muss die Grenze zwischen uns vernichtet werden. Die Wände, die Ängste, die Hemmungen, die Meinungen. Es wird alles abgerissen. Bis wir nur noch wir sind, und wir uns dafür [...]

Anselmus hat sich heute auf den Weg gemacht. Er will wohl sehr weit kommen. Wie wir alle. Ob wir je ankommen? Wer weiß. Aber dazu mal ein Zitat von Bret Easton Ellis. – Wo gehen wir hin? – Ich weiß es nicht. Wir gehen einfach. – Aber diese Straße führt nirgendwohin. – Das ist nicht [...]


Wenn ich Mut hätte… was würdest du dann tun? Hast du darüber schon nachgedacht? Wenn du das tust, merkst du, was alles dir entgeht, was alles du nicht auslebst – vielleicht merkst du auch warum. Wenn du noch länger darüber nachdenkst, entwickelst du Träume. Und das ist schön! Was würdest du alles machen, wenn Du [...]

heutigen Kindern und Jugendlichen stehen so viele Medien zur Verfügung, wie noch keiner Generation zuvor. Und noch nie war der Umgang mit ihnen so selbstverständlich. Facebook, Smartphones, iPod, Onlinespiele – die „Digital Natives“ sind gleichzeitig in mehreren Welten unterwegs, kreieren sich unterschiedliche Identitäten, konstant vernetzt, immer online. Aber wie werden sie durch diese neuen Welten geprägt? Was für ein Selbstverständnis entwickeln sie, was für Umgangsformen, Konfliktstrategien oder Gewohnheiten? Verlieren Sie in einer Phase der Selbstsuche ihr Gefühl für die Wirklichkeit, oder profitieren sie vom Zusammenleben im globalen Dorf? Und wie vermittelt man Kindern und Jugendlichen die Kompetenz, kritisch, kreativ und selbstbewusst in den neuen Medienwelten aufzutreten?
Medienkompetenz ist mehr als bloßes Anwendungswissen neuer Technik. Spätestens mit dem Aufkommen von „Social Media“ wurde das Internet zu einem selbstverständlichen Teil des Alltags heutiger Kinder und Jugendlicher und Medienkompetenz zu einem Faktor des sozialen Miteinanders.
Hoffmann2012.com thematisiert das Leben mit und in den neuen Medien. Inspiriert durch die Erfahrungswelt der Jugendlichen regt das Stück zur Diskussion an, ohne belehrend zu sein. Als Vorstellung mit anschließender Diskussionsmöglichkeit, als Anregung für den Unterricht oder als Plattform im Netz, auf der Schüler und Lehrer gemeinsam das Thema erarbeiten können – Hoffmann2012.com eröffnet einen Dialog über zeitgemäße Medienkompetenz und Mediennutzung. Bei Interesse kann ein Besuch des Teams des Jungen-Spiel-Theaters in der Schule vereinbart werden.
Kontakt
junges-spiel-theater@live.de.
Die zu erlebenden Abenteuer auf der Homepage Hoffmann2012.com basieren alle auf berühmte Erzählungen von ETA Hoffmann. Figuren und Motive aus dem Goldenen Topf, aus dem Sandmann, aus dem Magnetiseur, Klein Zaches, genannt Zinnober, Abenteuer einer Sylvesternacht tauchen auf und lassen eine bunte, surreale, von Gefühlen überhitzte, romantische Welt entstehen. Im Gegensatz zu einer recht eintönigen, vorhersagbaren und ideallosen Wirklichkeit. In Hoffmanns Erzählungen existiert parallel zu einer langweiligen, alltäglichen Wirklichkeit eine zweite Ebene, die sich nur den wirklich empfindsamen Menschen eröffnet. Diese werden aber allmählich von dieser gefühlsgeladenen, farbenfrohen, unendliche Möglichkeiten bietenden Welt eingesaugt. Diese Welt ist manchmal erschreckend, geheimnisvoll aber oft bringt sie die ersehnte Beruhigung und Entspannung für die rastlose Seele. Eine solche geheimnisvolle, koexistente Wirklichkeit ist das Internet heute. Auch die Wirkung dieser wird oft, ähnlich wie Hoffmanns surreale Realitäten, nur schwarz und erschreckend dargestellt. Dabei spielt das Netz mittlerweile eine unvermeintliche Rolle in der Identitätsdefinition von Jugendlichen. Die strickte Trennung zwischen Virtualität und Wirklichkeit ist nicht haltbar. Denn die Virtualität wirkt sich sehr wohl auf die Gefühle und Gedanken seiner Akteure aus und hinterlässt so seine Spuren auch in der Realität.
Hoffmanns Figuren geraten häufig in den Bann einer fremden Macht, so dass sie zwischen einer Traumwelt und der Wirklichkeit hin- und hergeschleudert werden und manchmal keinen Ausweg mehr finden. Auch unser Alltag ist geprägt von solchen Fragen: unsere „Automaten“ sind die virtuellen Figuren, die Avatars, die Chars, die wir in einer virtuellen Cyberwelt, wie unser herausgestelltes Ich auf dem Bildschirm hin und herbewegen. Die „dunkle Macht“, die uns in ihren Bann zieht, ist genau diese virtuelle Welt, mit ihrer Grenzenlosigkeit, mit der Verführung, in ihrer Anonymität Tabus ansprechen und ausprobieren zu können. Heutige Jugendliche werden allerdings nicht von dieser „bösen Macht“, Internet, eingesaugt, sondern sie selber fliehen aus einer sie nicht befriedigender, grauen Welt in die bunte und spannende Virtualität. Zwar verbirgt diese sicherlich auch Gefahren, doch möchte unsere Produktion eher die Frage stellen: ist das Internet nicht längst Teil unserer Welt und gehört zur Entwicklung der heutigen Jugendlichen mit dazu? Ist es wichtig, dies zu akzeptieren und den gesunden Umgang mit den gleichzeitigen Identitäten zu finden.
„Gibt es eine dunkle Macht, die so recht feindlich und verräterisch einen Faden in unser Inneres legt, woran sie uns dann festpackt und fortzieht; auf einem gefahrvollen verderblichen Wege, den wir sonst nicht betreten haben würden – gibt es eine solche Macht, so muß sie in uns sich, wie wir selbst gestalten, ja unser Selbst werden; denn nur so glauben wir an sie und räumen ihr den Platz ein, dessen sie bedarf, um jenes geheime Werk zu vollbringen.
Haben wir festen, durch das heitre Leben gestärkten, Sinn genug, um fremdes feindliches Einwirken als solches stets zu erkennen und den Weg, in den uns Neigung und Beruf geschoben, ruhigen Schrittes zu verfolgen, so geht wohl jene unheimliche Macht unter in dem vergeblichen Ringen nach der Gestaltung, die unser eignes Spiegelbild sein sollte.
Es ist auch gewiß, daß die dunkle psychische Macht, haben wir uns durch uns selbst ihr hingegeben, oft fremde Gestalten, die die Außenwelt uns in den Weg wirft, in unser Inneres hineinzieht, so, daß wir selbst nur den Geist entzünden, der, wie wir in wunderlicher Täuschung glauben, aus jener Gestalt spricht. Es ist das Phantom unseres eigenen Ichs[...]“
Zitat aus ETA Hoffmanns Sandmann
Der Schriftsteller E.T.A. Hoffmann, einer der Vertreter der sogenannten Schwarzen Romantik, hat sein Leben lang in seinen Geschichten die enttäuschende Wirklichkeit hinter einer geheimnisvollen und beängstigenden Scheinwelt verborgen. Die magischen Bilder seiner Werke werden in HOFFMANN.COM in modernen Formen zum Leben erweckt: Im Web surfende Jugendliche begegnen bedrohlichen Geheimnissen, merkwürdige Kreaturen und künstlichen Identitäten. Wir sprachen mit András Almási-Tóth, einem der Regisseure der Produktion, die gemeinsam mit 20 Jugendlichen entsteht.
Herr Almási-Tóth, in Ihrem Stück HOFFMANN2012.com bringen Sie den Juristen, Komponisten und Schriftsteller E.T.A. Hoffmann mit Entwicklung im Gebrauch des Internet zusammen. Was erwartet die Zuschauer dabei?
In unserem Stück dramatisieren wir nicht bestimmte Erzählungen E.T.A. Hoffmanns; ich verwende vielmehr viele Motive des Autors, der eine sehr spezielle, mit nichts vergleichbare Kunstwelt schuf. Man muss über die erste Ebene der Realität hinausgehen, um die tatsächliche Wahrheit zu entdecken. So erschaffe ich das Hoffmann-Universum neu und die Jugendlichen reisen von einer Ebene zur nächsten und immer weiter. Es entsteht ein künstliches Road-Movie, ein Thriller, eine Liebesgeschichte, ähnlich wie David Lynchs Film Wild at Heart, aber in einer ganz anderen Welt der Künstlichkeit.
HOFFMANN2012.com ist eine Website, auf der man sich selbst neu erschaffen und seine Freunde nach den eigenen Wünschen und Vorstellungen gestalten kann. In diesem virtuellen Spiel oder Theaterstück haben die Jugendlichen die Verbindung zur wirklichen Welt verloren und können sich nicht mehr zurechtfinden, im wirklichen Leben kennen sie sich nicht. Zwei Liebende beschließen, sich in der Realität zu treffen, aber sie wissen nicht, ob der andere wirklich existiert oder nur eine künstliche erschaffene Persönlichkeit ist. In der imaginären Welt gibt es keine spontanen Gefühle, und hier liegt der Schlüssel zum Stück.
Wirken die Kinder und Jugendlichen bei der Konzeption des Stückes mit? Können sie eigene Ideen einbringen?
Ja, ich habe sie über ihre Gewohnheiten beim Surfen im Internet befragt, über Spiele und soziale Netzwerke. Sie haben mir von ihren Erfahrungen und Ängsten erzählt. Während der Proben werde ich all ihre Vorschläge aufgreifen, denn wir arbeiten nicht mit einem strikt einzuhaltenden Text, sondern wir gestalten Texte und Szenen auch aus der Improvisation heraus.
E.T.A. Hoffmann ist nicht gerade ein leicht zu lesender Autor. Er hat sich in seinem Werk an Erwachsene gerichtet und greift gesellschaftliche und politische Entwicklungen auf teilweise satirische Weise an. Wie begeistern Sie die Jugendlichen zwischen 13 und 16 für die Werke des Schriftstellers?
Meiner Meinung nach ist E.T.A. Hoffmanns Philosophie sehr aktuell, weil er die Gefahren der romantischen Seele aufdeckt. Heute gibt es im wirklichen Leben keine Romantik mehr, dafür aber in der virtuellen Welt. Manchmal ist das Leben in den sozialen Netzwerken interessanter als die Wirklichkeit. Ich glaube nicht, dass das schlecht ist. Jede Ära schafft sich ihre eigenen Phantasien.
Das ist der Punkt, wo die Jugendlichen Parallelen entdecken können: Sie können erkennen, dass Hoffmann über sie schreibt. Hoffmanns Figuren sind immer jung, er schreibt über den Beginn des Erwachsenenlebens, das einem Teenager gefährlich erscheinen kann, voller Geheimnisse. Es sind Initiationsgeschichten. Sie helfen dabei, die Balance zwischen Wirklichkeit und Traum, zwischen verständlichen und unerklärlichen Dingen zu finden.
Welche Erzählung bzw. Motive greifen Sie in Ihrer Aufführung dann auf? Lesen Sie den Text mit den Jugendlichen?
Ich benutze das ganze Werk des Schriftstellers als Grundlage, viele Motive, aber keine exakte Geschichte. Ich mag Dramatisierungen nicht, weil Theater ein vollkommen anderes Medium ist als Literatur. Wir werden das Universum E.T.A. Hoffmanns auf der Bühne mit unseren speziellen Theatermitteln neu erschaffen.
Das Element des Phantastischen ist sicher ein Grund, warum das Hoffmann’sche Werk für Jugendliche interessant sein könnte, die sich ja viel mit Fantasy-Literatur beschäftigen. Dennoch: bei E.T.A. Hoffmann bleiben viele Figuren doch sehr verrätselt. Wie werden sie auf der Bühne dargestellt?
Bei uns gibt es zwei Ebenen der Realität: Die eine gehört den Jugendlichen und spielt in einer virtuellen Welt. Diese künstliche Welt gestalten wir als Körpertheater, als Choreographie, in der nur die wirklichen Charaktere Stimmen haben. Die beiden Besitzer der Website – die Erwachsenen-bewegen sich frei zwischen den beiden Realitäten. Natürlich machen sich alle über sie lustig, aber die Geschichte handelt eben von ihnen, von ihrer Position und ihrer Rolle.
Wir verwenden Musik, Jacques Offenbachs Oper Hoffmanns Erzählungen und andere. An der Aufführung wirken verschiedene Künste mit; zu Beginn sind Bühne und Kostüme z.B. weiß und im Laufe der Vorstellung werden sie farbig bemalt. Jede Bewegung wird einen Fuß-oder Fingerabdruck auf der Bühne hinterlassen: so gestaltet die Künstlichkeit unsere Welt farbiger. Das ist ihre gute Seite. Wir arbeiten dabei nicht mit irgendwelchen Theater-Tricks: jedes Wunder wird von den Kindern selbst gestaltet.
Sie führen gemeinsam mit Éva Adorján Regie. Wie sieht eine solche Zusammenarbeit aus?
Ich bin der Autor, das Konzept stammt von mir. Éva wird mit den Kindern am Text und an der darstellerischen Umsetzung arbeiten. Ihre Rolle ist sehr wichtig, denn sie bringt alle Erfahrung mit, die man dafür braucht, eine Idee mit Kindern auf die Bühne umzusetzen. Ich war sehr angetan von ihrer Dreigroschenoper, davon, wie sie dieses schwierige Erwachsenenstück so verändert hat, dass Kinder es spielen können.
Wann beginnen die Proben und wie wird der weitere Verlauf bis zur Premiere aussehen?
Die Proben beginnen im September, mit Vorarbeiten und Workshops. Ich werde im Oktober dazukommen und mit den Bühnenproben beginnen. Bis zur Premiere werden wir jeden Tag proben.
Stehen die Mitwirkenden bereits fest?
Ja, alle Darsteller und weiteren Mitwirkenden stehen fest. Ich hoffe, es wird ein erfolgreiches Team.
Fragen und Anregungen für eine Diskussionsrunde
Regie: Éva Adorján, András Almási-Tóth
Musik: Jan F. Kurth
Choreografie: Yvonne Marie Kolinsky
Kostüme und Bühnenbild: Krisztina Lisztopád
Das Internet ist unsere alltägliche Realität. Die Sucht der Jugendlichen nach Internet und Computerspielen nimmt rasant zu. Wir posten auf Gemeinschaftsforen, halten den Kontakt zu unseren Bekannten, schließen Freundschaften, wir lieben und werden geliebt, wir enttäuschen andere und werden enttäuscht – ohne uns je begegnet zu sein.
Wer sind sie? Unsere „Freunde“? Wollen wir es wirklich wissen? Wer sind wir selbst? Sollen es die Anderen wirklich erfahren? In dem alles verdeckenden Rauch der Virtualität kann jeder zu dem werden, der man sein möchte. Das Netz – ein süßer Schein und die Wirklichkeit – manchmal bitter. Persönlichkeiten werden multipliziert, aufgelöst, ausgelöscht. Was bleibt, wenn die berauschende Virtualität zusammenbricht?
E.T.A. Hoffmann hat sein ganzes Leben lang die hinter der Scheinwelt lauernde, enttäuschende, geheimnisvolle und beängstigende Wirklichkeit gesucht. Die Motive seiner Werke werden in HOFFMANN.COM in moderner Form zum Leben erweckt: Jugendliche im Web survend begegnen Geheimnissen, merkwürdigen Kreaturen und kreierten Identitäten.
Auf einer aufregenden Homepage, HOFFMANN.COM, können sich Jugendliche Identitäten kreieren und anderen in einem virtuellen Raum begegnen. Doch um die Seite herum scheinen sich merkwürdige Sachen zu ereignen. Eine Gruppe fängt an nachzuforschen, was mit ihnen eigentlich passiert. Während sie immer tiefer und tiefer in die Geheimnisse des Internets eintauchen, lernen sie sich selbst immer besser kennen. Spannende Mysterien und Geheimnisse begleiten sie auf ihrem Weg, die Wirklichkeit und Virtualität, das Ich und das Avatar verwaschen. Ein wild romantisches, aufwühlendes Hightech-Abenteuer: HOFFMANN.COM
Ein Ehepaar, das sonst von nichts etwas versteht, entscheidet sich, eine Homepage für Jugendliche zu entwickeln. Die Jugendlichen können sich auf dieser Seite einen eigenen Charakter erstellen. Danach geben sie Begriffe in eine Suchmaske ein und sie werden in eine Geschichte katapultiert, in der sie Aufgaben bekommen, die sie lösen müssen. Mit jeder gelösten Aufgabe können sie Bonuspunkte sammeln.
Die Homepage wird schnell zu einem Besuchermagnet. Bald sind alle Jugendlichen auf der Seite zugange, die Werbeeinnahmen steigen ins unermessliche. Der Reiz, mit den anderen zu spielen, ohne genau zu wissen, wer hinter den grotesken Figuren genau steckt, ist groß. Die Spannung überträgt sich in den Schulalltag. Die Neugier, wer der Tischnachbar auf „Hoffmann“ wohl sein mag, beschäftigt alle: manche wollen wissen, wer der andere ist; andere wollen um jeden Preis unentdeckt bleiben.
Friedrich, ein gut aussehender, anerkannter Typ, vertreibt seine Zeit auch auf der Homepage, genauso wie alle anderen um ihn herum. Von einer festen Beziehung will er nichts wissen. Liebe ist uncool, Gefühle sind peinlich – passt einfach nicht zu seinem „Image“. Deshalb schickt er Veronika nach einer kleinen Affäre, trotz aller Sympathie, fort.
Doch im Tiefen sehnt sich Friedrich nach Wärme, Romantik und Frauen – nach Liebe eben. Seine Sehnsucht lebt er, in Schutz seines Avatars, heimlich auf der Hoffmann-Homepage aus. Als er den Begriff „Schönes Auge“ eingibt, wird er in ein wildromantisches Abenteuer geschleudert. Er verliebt sich in eine Schlange mit tiefblauen Augen. Diese gibt ihm die Aufgabe, ein Mädchen mit blauen Augen zu suchen. Die Suche im Netz wird zu seinem Lebensinhalt. Er fühlt sich verliebt, so verliebt, dass er das erste Mal in seinem Leben den Drang spürt, über seine Gefühle zu reden. Die Grenze zwischen der Traumwelt des Internets und seiner tatsächlichen Realität verschwimmt immer mehr. Friedrich ist nicht mehr in der Lage, seine Gefühle zu sortieren.
Er ahnt nicht, dass er im Internet lange nicht mehr Anonym agiert . Es machen sich nicht nur Hacker an ihn ran. Auch die Besitzerin der Homepage flüchtet sich vor der Langeweile ihrer ausgebrannten Ehe auf die eigene Homepage, und genießt es, die Abenteuer der Jugendlichen zu manipulieren. Vor allem die von Friedrich…
Die einzige Oper von Jacques Offenbach, die verdient berühmte Hoffmanns Erzählungen aus 1880 bildet das musikalische Fundament der Produktion. Genauso wie die Erzählungen von ETA Hoffmann als Ausgangspunkt für das Stück benutzt werden, um eine aktuelle und heutige Story zu erzählen; bietet Offenbachs Oper den musikalischen Ausgang für unsere Geschichte. Auch in Offenbachs Oper verschieben sich die Ebenen und zeigen Verspieltes neben Beängstigendem. Der junge Komponist, Jan F. Kurth entwickelte neue Kompositionen anhand einzelner Arien und Melodien, auf der Folie von zeitgenossischer Klassik, Pop, Elektro und Dance. Entstanden ist eine aufregende aber sehr ansprechende, heutige Musik – mit hohem musikalischem Anspruch.
Jugendliche und junge Erwachsene – eine ganz besonders empfängliche, spannende und auch schwierige Altersgruppe. Stücke, Filme, die ihre besonderen Probleme behandeln und ihre Sprache verstehen, sind rar. Aus diesem Grund kehren Teens häufig dem Theater den Rücken. Das JUST will gerade diesen Jugendlichen ein Forum bieten, sie in ihrer Sprache und auf ihre Probleme hin ansprechen. Unsere langjährige Zusammenarbeit mit Kindern, Jugendlichen, Schulen und Lehrern ermöglicht es uns, dieser Aufgabe gerecht zu werden und ein Theaterstück für genau diese Altersgruppe zu entwickeln. Ein Stück, das eins der wichtigsten Themen unserer Zeit anspricht, ohne pädagogischen Zeigefinger, ohne moralische Bewertung. Die Frage nach Wirklichkeit. Authentizität spielt dabei eine besonders wichtige Rolle, aus diesem Grund wurden Texte und Inhalt des Stückes mit Jugendlichen abgestimmt. Jugendliche reagieren besonders sensibel, wenn ihre Altersgenossen auf der Bühne agieren. Diese sorgen dafür, dass das Gesehene glaubwürdig bleibt. Auch die Faszination über die Leistung der Jugendlichen motiviert die jungen Zuschauer zusätzlich.
Unsere Vorstellung richtet sich jedoch nicht nur an Jugendliche. Im Gegenteil. Die Breite der Probleme, die Aktualität und die angesprochenen gesellschaftlichen Themen bieten auch Erwachsenen einen spannenden und faszinierenden Abend!
András Almási-Tóth
Ungarischer Regisseur, Autor und Dozent.
Studierte Theaterregie an der Hochschule für Theater und Filmkunst in Budapest. Professor für Schauspielkunst an der Franz Liszt Musikakademie in Budapest – seit 2009. Zwischen 1997 – 2011 unterrichtete er Regie und zeitgenössische Theaterästhetik für angehende Regisseure an der an der Hochschule für Theater und Filmkunst in Budapest. Als freischaffender Regisseur inszeniert er an den großen und wichtigsten ungarischen Theatern, auch wirkte er in mehr als 30 Produktionen als Dramaturg mit. Seine Dissertation über die Schauspielkunst in der Inszenierung von Opern ist 2008 in Budapest erschienen und gilt mittlerweile als eines der bedeutendsten Werke zu diesem Thema. Zwei seiner Dramen sind erschienen, sowie zahlreiche seiner Adaptionen und Opern- und Ballettlibrettos wurden auf die Bühne gebracht. 2006 bekam er das Örkény Istvan Dramatikerstipedium. 2010 wird er mit dem Vámos Laszló Preis ausgezeichnet. Seine jetzige Inszenierung und Stückentwicklung wurde von dem Staatlichen Ungarischen Eötvös Stipendium unterstützt.
Eva Adorján
Regisseurin, Schauspielerin und Theatertrainerin.
Nach ihrem Schauspielstudium in Budapest, studierte sie Theater- und Medienwissenschaften an der Universität Leipzig. Ab 1999 wirkte sie in zahlreichen internationalen Theaterproduktionen als Regiemitarbeiterin an der Seite von Hansgünther Heyme mit. Seit 2004 arbeitet sie als freischaffende Regisseurin und Theatertrainerin in Ludwigshafen. Nach ihrem eigenen Konzept wurde 2006 die Medienschule im Theater gegründet– ein theater- und medienpädagogisches Projekt für Vorschulkinder. Auch hat sie das Kinder-Spiel-Theater am Theater im Pfalzbau aufgebaut. Der Theaterspielklub (heute JUST) zählt mittlerweile über 150 aktive Mitglieder und zieht ein mit ihren Eigenproduktionen ein großes Publikum an. Die Inszenierung „Die drei Musketiere“ wurde 2011 zum YOUTH FESTIVAL ABERDEEN eingeladen, „Die Dreigroschenoper“ wird 2013 bei dem Kurt Weill Fest in Dessau gastieren.
Von András Almás-Tóth nach ETA Hoffmann
Inszenierung: Éva Adorján und András Almási-Tóth
Musik: Jan F. Kurth
Choreografie: Yvonne Marie Kolinsky
Ausstattung: Krisztina Lisztopád
Regieassistenz: Constanze Wohninsland
Friedrich (Anselmus) – Jan Krüsemann
Veronika (Serpentina) – Kathrin Kistenmacher
Angelika (Olympia) – Lara Glock
Tim (Zaches) – Mark-Kevin Denig
Nathanael (Der Magier) – Johannes Ben Wagner
Liz – Éva Adorján
Lindhorst – Stephan Wriecz
Karola (Siegmund) Zwillingspärchen – Fanny Braun und Lukas Lösche
2 Schlangenmädchen – Anjali Bröcker und Theresa Kleindienst
Anna(Giulietta) – Lea Bernhard
Giovanni – Lukas Lösche
Franziska – Theresa Kleindienst
Leopold – Alan Grubb
Tänzer:
Anjali Bröcker
Wiebke Dreier
Alan Grubb
Lilly Hock
Lydia Kraus
Julia Lorenz
Lena Poths
Hannah Reichertz
Isabell Schmidt
Zoé Theuer
Danke für die Unterstützung!
Wir danken all unseren Sponsoren, die uns tatkräftig durch finanzielle Mittel, frische Ideen, kreativen Geist sowie vielen Tipps und Tricks unterstützt haben.
Ohne sie wäre die Umsetzung des Projekts nicht in diesem Rahmen möglich gewesen.
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Für WSP spricht vieles, doch in erster Linie die Menschen, die hier arbeiten. Uns alle bei WSP verbindet die Leidenschaft für unsere Arbeit – über alle Disziplinen hinweg.
Das Ergebnis: Kreative Konzepte, die den Inhalt nicht aus den Augen verlieren. Überraschend anders – www.wsp-design.de

In Text und Konzeption liegen die Stärken des Kölners Florian Schlüter.
Dabei zeichnet er sich durch durchdachte Konzepte aus, die immer wieder überraschende Aspekte zeigen.
Seine besonderen Schwerpunkte: die Bereiche Neue Medien und Social Media.

Kreativer Kopf hinter j-ID ist der in Mannheim arbeitende Diplomdesigner Christian Joachim. Mit einer langjährigen Erfahrung im Bereich Interaktive Medien steht er für überzeugende Umsetzungen, die alle Möglichkeiten moderner Techniken nutzen. www.j-id.com

Kontakt info
JUST / Theater im Pfalzbau
Berlinerstr. 30c
67059 Ludwigshafen
hoffmann2012@live.de
www.hoffmann2012.com